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	<title>Lebenswege | Rasso Bruckert</title>
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		<title>Manfred Sauer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rasso Bruckert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jun 2013 19:02:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lebenswege]]></category>
		<category><![CDATA[Porträtfotografie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manfred Sauer Unternehmer Er gilt als der „Selfmademan“ der deutschen ... <a title="Manfred Sauer" class="read-more" href="https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/manfred-sauer/" aria-label="Mehr Informationen über Manfred Sauer">Mehr</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Manfred_Sauer-hell.jpg" data-lbwps-width="600" data-lbwps-height="449" data-lbwps-srcsmall="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Manfred_Sauer-hell-300x224.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-595" src="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Manfred_Sauer-hell.jpg" alt="Manfred_Sauer hell" width="600" height="449" srcset="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Manfred_Sauer-hell.jpg 600w, https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Manfred_Sauer-hell-300x224.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></p>
<p>Manfred Sauer<br />
Unternehmer</p>
<p>Er gilt als der „Selfmademan“ der deutschen Behindertenszene. Dem erfolgreichen Unternehmer gefällt dieses Klischee nicht, hat er doch von vielen Seiten Unterstützung erfahren: „Wenn jemand anfängt, etwas aus sich zu machen, wird das zum Selbstläufer.“ Die erfahrene Hilfe will er jetzt anderen Rollstuhlfahrern mit einer Stiftung weiter geben, die seinen Namen trägt. Bei Therapie und Sport, Gartenarbeit und „Umgang mit Tieren“ sollen an erster Stelle Querschnittgelähmte wieder zu sich selbst finden, um ihr Leben aktiv meistern zu können.</p>
<p>Als Manfred Sauer (* 21.5.1944 im westfälischen Dorf Benteler nahe Lippstadt) im Sommer 1963 in England verunglückt, gibt es in Deutschland keine derartigen Angebote für Querschnittgelähmte, nicht einmal eine Rehabilitation. Dem Austauschschüler wird zum Verhängnis, dass er beim Anlauf zum Sprung in die Themse einem Hund ausweichen muss. Er bricht sich den Hals und überlebt nur knapp. Zu seinem Glück liefert man ihn auf Verdacht ins Querschnittgelähmten-Zentrum Stoke Mandeville des berühmten Sir Ludwig Guttmann ein. Dort trifft er bereits auf Volkmar Paeslack, der später der Motor der deutschen Querschnittrehabilitation werden soll.</p>
<p>Zurück in Deutschland folgt ein Krankenhausaufenthalt und dann – ein „Krüppelheim“. Heute klingt das erbarmungslos, aber zu der Zeit gibt es keine ambulanten Pflegedienste. Manfred Sauer aber ist schon damals ein aktiver Mensch. Er hat an den „Stoke Mandeville Games“ teilgenommen, arbeitet an seiner körperlichen Selbständigkeit. Er macht eine kaufmännische Ausbildung, hat Pläne, will mit seinem Bruder einen Gartenbaubetrieb gründen. Das passt, schließlich ist seine Mutter vom Hof. Die Familie lebte nach dem Krieg so lange dort, bis der Vater spät aus Kriegsgefangenschaft heimkehrte und wieder als Arzt arbeiten konnte.</p>
<p>Ein Aufenthalt in Heidelberg-Schlierbach, im neuen Zentrum von Prof. Paeslack, stellt Weichen. Der Professor will, dass Sauer die Übungsfirma im Querschnittzentrum leiten soll. Doch der junge Kaufmann zögert. Sein Vater, sonst sehr tolerant, redet ihm ins Gewissen. In Heidelberg betreibt Sauer neben seiner Arbeit einen kleinen Handel mit Kondom-Urinalen weiter, die er schon in England kennen gelernt hatte. Nach einigen Verbesserungen wird das geniale Inkontinenz-Hilfsmittel der Grundstock seiner Unternehmungen. Nach langem Zögern macht er sich selbständig. 30 Jahre später zeugt ein weitläufiges Areal vom Erfolg der „Manfred Sauer GmbH“ und „Rolli-Moden“. Dazu kommen jetzt die Gebäude der Stiftung. Manfred Sauer selbst wohnt – kaum verwunderlich – ganz in der Nähe.</p>The post <a href="https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/manfred-sauer/">Manfred Sauer</a> first appeared on <a href="https://www.rasso-bruckert.de">Rasso Bruckert</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Lothar Sandfort</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rasso Bruckert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jun 2013 19:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lebenswege]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lothar Sandfort Psychologe Der am 18.1.1951 im westfälischen Gronau geborene ... <a title="Lothar Sandfort" class="read-more" href="https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/lothar-sandfort/" aria-label="Mehr Informationen über Lothar Sandfort">Mehr</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lothar-Sandfort-hell.jpg" data-lbwps-width="505" data-lbwps-height="360" data-lbwps-srcsmall="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lothar-Sandfort-hell-300x213.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-592" src="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lothar-Sandfort-hell.jpg" alt="Lothar Sandfort hell" width="505" height="360" srcset="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lothar-Sandfort-hell.jpg 505w, https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lothar-Sandfort-hell-300x213.jpg 300w" sizes="(max-width: 505px) 100vw, 505px" /></a></p>
<p>Lothar Sandfort<br />
Psychologe</p>
<p>Der am 18.1.1951 im westfälischen Gronau geborene Lothar Sandfort ist ein echtes Arbeiterkind. Beide Eltern in der SPD, alte Arbeiterbewegung, klassenbewusst, evangelisch. Er wächst in Gütersloh auf, zieht mit 18 von zu Hause aus und macht auf dem Kolleg sein Abitur nach. Der zweite Bildungsweg wird 1971 von einem Autounfall ohne Fremdbeteiligung unterbrochen. Das Resultat: Querschnittlähmung.</p>
<p>Das ist nicht nur ein Einschnitt, sondern ein „Identitätsbruch“, gefolgt von einer „hochdramatischen“ Trauerphase. Mit dem lustvollen, wilden Leben im Espelkamper Kolleg ist es aus. Nach der Rückkehr von einer freudlosen Erstreha in Hessisch-Lichtenau verbessern sich die schulischen Leitungen des frischverletzten Rollstuhlfahrers beträchtlich. In der baulich ungeeigneten Schule macht er sofort die ersten positiven Erfahrungen mit Solidarität – Mitschüler tragen ihn Treppen herauf und herunter.</p>
<p>Sehr früh sucht er auch die Begegnung mit anderen Behinderten, zuerst im cbf Bielefeld (Club der Behinderten und ihrer Freunde), ab `73 im cbf Köln, wo er sein Psychologiestudium beginnt. Damit hat er es nicht eilig, bis zum Abschluss wird es zehn Jahre dauern. Die Politik ist wichtiger. Sandfort beteiligt sich an der entstehenden emanzipatorischen Behindertenszene, gründet eine Selbsthilfezeitung, „Luftpumpe“, die später mit der „Krüppelzeitung“ zur „Randschau“ fusioniert, inzwischen gibt es sie nicht mehr. Um ein Haar wäre er für die Grünen in den NRW-Landtag eingezogen, ein Parteitagsbeschluss zugunsten von Päderasten kurz vor der Wahl bedeutet für die Landespartei jedoch politischen Selbstmord. In Bonn wird der Psychologe Behindertenbeauftragter der grünen Bundestagsfraktion – auch die fliegt vier Jahre später für eine Legislaturperiode aus dem Parlament…</p>
<p>Mitte der 80er hat Lothar Sandfort seine spätere Frau Ina kennen gelernt. 1990, nachdem die „linken Blütenträume“ mit der Wiedervereinigung zusammengebrochen sind, wird das familiäre Leben geplant. Es galt lange als unmöglich, nun nicht mehr – auch Querschnittgelähmte können Vater werden. Hauke ist jetzt 11, Fenja und Mirco 14. Die Sandforts haben heute ein Gästehaus im Wendland, nahe der ehemaligen DDR-Grenze. Man kann dort Urlaub machen, mit dem Rollibike fahren, sich aber auch einzeln psychologisch beraten lassen. Ein zentrales Thema ist die Sexualität. Hierzu gibt es Erotik-Workshops. Neben tantrischen Übungen könne auch der Kontakt zu einer spezialisierten Prostituierten Erfahrungen vermitteln, am wichtigsten sei aber, „mit sich selbst zu experimentieren“, um sich von traditionellen Rollen zu befreien. Auch das sei Emanzipation, Lothar Sandforts „Lebensstichwort“.</p>
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		<title>Gerda Pammler</title>
		<link>https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/gerda-pammler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rasso Bruckert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jun 2013 18:59:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lebenswege]]></category>
		<category><![CDATA[Porträtfotografie]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lebenswege01.jpg" data-lbwps-width="600" data-lbwps-height="448" data-lbwps-srcsmall="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lebenswege01-300x224.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-589" src="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lebenswege01.jpg" alt="Lebenswege01" width="600" height="448" srcset="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lebenswege01.jpg 600w, https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lebenswege01-300x224.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></p>
<p>Gerda Pamler<br />
Spitzensportlerin</p>
<p>Besonders sensibel ist die ehemalige Kollegin nicht. Sie habe es schon immer gesagt, das geht nicht gut mit dem Trickski. Gerda Pamler hat sich 1986 beim Vorwärtssalto einen Rückenwirbel gebrochen. Als sie den Spruch hört, denkt sie nur: „Euch zeig ich’s.“ Sieben Monate Reha in Murnau hat sie schon hinter sich gebracht. Sehr schnell wird ihr klar: „Ich muss was aus der Situation machen.“ Etwas länger dauert es mit der Rückkehr zu ihrem Sport. Zwar sieht sie schon in der Klinik Abbildungen eines Monoskibobs, denkt aber: „In dem amputierten Ding will ich nicht sitzen.“ Das Design des Sportgerätes bessert sich mit den Jahren, die Münchnerin ändert grundlegend ihre Meinung, Skifahren wird wieder zu einem wichtigen Teil ihres Lebens.</p>
<p>Gerda Pamler wurde am 1. 3. 1958 im oberpfälzischen Zangenstein geboren, der Vater Zimmerer, die Mutter Hausfrau. Schon der 16jährigen war es im Grenzland zu fad, sie zog zur Tante nach München und wurde Verwaltungsangestellte bei der Tierärztekammer. In der Abendschule bildete sie sich zur Werbesachbearbeiterin fort, arbeitete erst fünf Jahre für den Bohrhammerhersteller Hilti, dann für ein Herrenbekleidungshaus – bis zum Unfall.</p>
<p>Die 27jährige, überzeugter Single, muss sich neu orientieren. In das alte Apartment kann sie nicht zurück, es hat Stufen am Eingang. Zuerst kommt sie für ein halbes Jahr bei Freunden unter, bis ihr das Wohnungsamt eine Neubauwohnung nachweist. Die Behörde wird allerdings erst aktiv, als sich ihr Umfeld für sie einsetzt – in eigener Sache auf den Tisch zu hauen ist Gerda Pamlers Sache nicht.</p>
<p>Bei ihrem sportlichen Engagement ist sie nicht so zurückhaltend. Zwar stehen ihre Eltern Ängste aus, aber nach einigen wenigen Kursen fühlt sie sich wieder sicher, auch wenn’s am Anfang noch weh tut, wenn sie nicht behinderte Skifahrer durch den Tiefschnee wedeln sieht. Der Wintersport macht wieder Spaß und schnell merkt sie, dass sie auch wieder Leistung bringen kann – bei ihrem ersten Rennen verpasst sie nur knapp den zweiten Rang. Ein, zwei Jahre ist sie die einzige Monoskirennfahrerin Europas, fährt bei den Männern mit. Nach 10 Jahren Leistungssport konzentriert sie sich jetzt auf die Nachwuchsförderung, am liebsten mit behinderten Kindern. „Auch die Schwächeren sollen mitkönnen“, darauf achtet sie, hat aber gleichzeitig ein waches Auge für den Leistungsnachwuchs. Ähnlich beim Wasserski. Auch dort sehr erfolgreich – 2003 wird sie Vizeweltmeisterin. Gleichzeitig investiert sie ihr Organisationstalent in die Nachwuchsarbeit für den Deutschen Behindertenportverband und ihre Kreativität in ambitionierte Amateurwerbevideos für’s (wer hätte das gedacht) Skifahren: „ich will halt meinen Sport an die Leute bringen.“</p>
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		<title>Ilja Seifert</title>
		<link>https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/ilja-seifert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rasso Bruckert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jun 2013 18:58:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lebenswege]]></category>
		<category><![CDATA[Porträtfotografie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dr. Ilja Seifert Bundestagsabgeordneter Auch in der DDR gab es ... <a title="Ilja Seifert" class="read-more" href="https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/ilja-seifert/" aria-label="Mehr Informationen über Ilja Seifert">Mehr</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lebenswege07.jpg" data-lbwps-width="590" data-lbwps-height="446" data-lbwps-srcsmall="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lebenswege07-300x226.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-586" src="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lebenswege07.jpg" alt="Lebenswege07" width="590" height="446" srcset="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lebenswege07.jpg 590w, https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lebenswege07-300x226.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 590px) 100vw, 590px" /></a></p>
<p>Dr. Ilja Seifert<br />
Bundestagsabgeordneter</p>
<p>Auch in der DDR gab es kleine Gruppen von behinderten Menschen, die versuchten innerhalb des Systems Änderungen zu erreichen. Z.B. wurden beim Bau des Palastes der Republik Behinderte miteinbezogen, zwei Barkas-Busse wurden in Berlin als Rollstuhltaxi eingesetzt, ein Behindertenstadtführer erschien. 1990, in der Wendezeit, gründete sich im noch deutlich erkennbaren Ostteil Berlins ein neuer Verband, der seine Identität bis heute bewahrt hat: der ABiD „Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland in Selbstbestimmung und Würde“. Präsident wurde Ilja Seifert, ein nach einem Badeunfall als Jugendlicher hoch querschnittgelähmter Literaturhistoriker. Er machte eine politische Blitzkarriere. Nach einem halben Jahr DDR-Volkskammer wurde er in den ersten gesamtdeutschen Bundestag gewählt.</p>
<p>Anfangs galt seine Partei, die PDS, noch als nicht gesellschaftsfähig, da mitverantwortlich für die dunkle Seite der ostdeutschen Vergangenheit, und ihr Abgeordneter im Rollstuhl wurde ebenso geschnitten wie seine nichtbehinderten Genossen. Seifert machte sich schnell einen Namen als Experte, seine ausführlichen und kenntnisreichen Anfragen wurden von der damaligen Regierung allerdings oft verächtlich abgefertigt.</p>
<p>1992 gab es Streit im ABiD um die bekannt gewordene Tätigkeit Seiferts als IM (Informeller Mitarbeiter) bei der Stasi. Der „Überzeugungstäter“ dementierte nicht, wenn er sich im Nachhinein auch für naiv hielt, bestand allerdings darauf, niemanden denunziert zu haben. Er kandidierte nicht mehr als ABiD-Präsident. (Heute ist er Vorsitzender des Berliner Verbandes und stellvertretender Gesamtvorsitzender.) Den Wiedereinzug in den Bundestag verpasste er kurz darauf um einen Listenplatz, vier Jahre später zog er wieder ein.</p>
<p>Ilja Seifert (* 6. 5. 1951) lebt mit seiner Partnerin in Berlin.</p>
<p>Die PDS ist auf Länderebene koalitionsfähig geworden, der oft bis zur Erschöpfung engagierte Seifert und CDU-Vize Schäuble sind immer noch die einzigen Rollstuhlfahrer, eine Liste behinderter Abgeordneter gibt es nicht. Ilja Seifert betrachtet sich als „Interessenvertreter“ behinderter Menschen. Den neuen Gleichstellungsgesetzen gegenüber ist er aus drei Gründen skeptisch: 1. Der Behinderungsbegriff beziehe sich nur auf vermeintliche Defizite der Betroffenen und nicht auf ihre eingeschränkte Teilhabe an der Gesellschaft. 2. Es gebe kein realistisches Klagerecht und 3. keinen Stichtag für Barrierefreiheit.</p>
<p>&nbsp;</p>The post <a href="https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/ilja-seifert/">Ilja Seifert</a> first appeared on <a href="https://www.rasso-bruckert.de">Rasso Bruckert</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Peter Strohbach</title>
		<link>https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/peter-strohbach/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rasso Bruckert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jun 2013 18:57:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lebenswege]]></category>
		<category><![CDATA[Porträtfotografie]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lebenswege05.jpg" data-lbwps-width="600" data-lbwps-height="447" data-lbwps-srcsmall="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lebenswege05-300x223.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-583" src="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lebenswege05.jpg" alt="Lebenswege05" width="600" height="447" srcset="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lebenswege05.jpg 600w, https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Lebenswege05-300x223.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></p>
<p>Peter Strohbach</p>
<p>Als er im Krankenhaus lag, musste das legendäre Krautheimer Sportfest ausfallen. Da wurde ihm klar: „ So geht es nicht weiter.“ Über drei Jahrzehnte lang hatte Peter Strohbach, der jetzige Ehrenvorsitzende der VSG (Versehrtensportgemeinschaft) die Veranstaltung mit Leben erfüllt, zu der bis zu 400 behinderte Teilnehmer aus 12 Nationen gekommen waren, unter ihnen viele Breitensportler, aber auch Promis wie Marianne Buggenhagen, die sich noch zu DDR-Zeiten nicht einmal durch verschärfte persönliche Kontrollen an der innerdeutschen Grenze abhalten ließ. Heute wird das beliebte Treffen vom BSK (Bundesverband Selbsthilfe Krautheim) organisiert, nicht mehr ehrenamtlich, sondern mit Festangestellten und der Hilfe von Sponsoren – die Zeiten ändern sich. Das Peter Strohbachs Name NAHEZU UNTRENNBAR MIT EINER SPORTVERANSTALTUNG verbunden sein würde, hätte der Heimleiter des Umschülers in den 60er Jahren wohl kaum geglaubt. In der Einrichtung in Wildbad erschien ihm seine Weiterbildung wichtiger als Sport.</p>
<p>Am 08.01.1942 als Kind deutscher Eltern in Österreich geboren, musste er mit seiner Familie nach 1945 das Land verlassen. Nach der Schule machte er eine Schreinerlehre, wollte unbedingt Innenarchitekt werden. Damit war Schluss, als der begeisterte Skifahrer 1961 verunglückte und sich einen Brustwirbel brach. Die Behinderung verschlechterte sich später, so dass er heute auf einen Elektrorollstuhl angewiesen ist.</p>
<p>In Wildbad hatte Strohbach zwar eine Umschulung zum Feinmechaniker abgeschlossen, doch die Existenzfragen nach Pflege, Wohnung und Arbeit ließen sich für Rollstuhlfahrer vor 40 Jahren noch schwerer beantworten als heute. Edurad Knoll bot die Lösung. Er hatte in Krautheim ein Zentrum gegründet, in dem Rollstuhlfahrer leben und arbeiten konnten. Sechs Jahre arbeitete Strohbach noch außerhalb, dann wechselte er in die Reprografie, in der unter anderem die Verbandzeitschriften des BSK „Leben und Weg“ hergestellt wurde. Über das Blatt lernte er auch seine ebenfalls behinderte Frau Rosi kennen, mit der er bis heute in Krautheim lebt. Seine Meinung äußert BSK-Vorstandsmitglied Peter Strohbach immer noch unmissverständlich. Tendenzen in der Gesundheitspolitik und dem Behindertensport beobachtet er kritisch. Das sanierte Krautheimer Zentrum, in der Form erzwungen durch staatliche Geldgeber und laut Strohbach „nicht mehr den Grundsätzen Eduards Knolls folgend“, bezeichnet er als „Ghetto“. Einmischen will er sich auch weiterhin: In so einen Vorstand „gehören zu den Jungen auch immer ein paar, „alte Hasen“ rein“, betont er.</p>The post <a href="https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/peter-strohbach/">Peter Strohbach</a> first appeared on <a href="https://www.rasso-bruckert.de">Rasso Bruckert</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Horst Frehe</title>
		<link>https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/horst-frehe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rasso Bruckert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jun 2013 18:55:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lebenswege]]></category>
		<category><![CDATA[Porträtfotografie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Horst Frehe Jurist „Über unsere Köpfe, gegen unsere Interessen“, bewertete ... <a title="Horst Frehe" class="read-more" href="https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/horst-frehe/" aria-label="Mehr Informationen über Horst Frehe">Mehr</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Horst-Frehe-hell1.jpg" data-lbwps-width="600" data-lbwps-height="490" data-lbwps-srcsmall="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Horst-Frehe-hell1-300x245.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-580 alignnone" src="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Horst-Frehe-hell1.jpg" alt="" width="600" height="490" srcset="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Horst-Frehe-hell1.jpg 600w, https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Horst-Frehe-hell1-300x245.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></p>
<p>Horst Frehe<br />
Jurist</p>
<p>„Über unsere Köpfe, gegen unsere Interessen“, bewertete Horst Frehe, damals als einer der behinderten Protestler, das historische UNO-Jahres 1981. So gesehen ist sein jetziger Job ein Durchbruch. Unter dem offiziellen Motto „Nichts über uns ohne uns!“ ist er noch bis Ende 2004 Leiter der „Koordinierungsstelle des Europäischen Jahres für Menschen mit Behinderungen“. Bei der Eröffnungsveranstaltung hat es keine nicht-behinderten Referenten gegeben, diesmal ist der Geldtopf von einem Betroffenen verwaltet worden. Ende des Jahres wird Frehe wieder auf seinen Richterstuhl am Bremer Sozialgericht zurückkehren, auch dort als Überzeugungstäter: „Gut, dass es behinderte Richterinnen und Richter gibt.“</p>
<p>Horst Frehe wird am 5.2.1951 als Spross einer alteingesessenen Bremer Kaufmannsfamilie geboren. In seinem Kinderzimmer stehen immer drei Dosen Bonbons, dank der Branche des Vaters. Mit 15 geschieht der Absturz beim Herumklettern in einem Harzer Steinbruch. Resultat: Querschnittlähmung, Rollstuhl. Den Realschulabschluss macht er in Abwesenheit im Krankenhaus. In einer Heidelberger Rehaeinrichtung absolviert er eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Ein halbjähriges Praktikum bei Siemens bringt wenig Geld, aber Förderung für ein Auto – heute lebt er seit langem ohne, fährt nur mit Bus und Bahn. In Freiburg studiert er Volkswirtschaft, in Konstanz Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, schließt als Diplomvolkswirt ab. Ein Pädagogikstudium in Bremen endet abrupt, nach Auseinandersetzungen mit Professoren über ihr Verhalten gegenüber behinderten Kindern.</p>
<p>Mit einigen anderen gründet Horst Frehe in seiner Heimatstadt eine „Krüppelgruppe“, die es sich zum Prinzip macht, die eigenen Interessen selbst durchzusetzen, ohne Einmischung von außen. Er ist stark beteiligt an der Politik der beginnenden Behindertenbewegung, wird aber schließlich Zielscheibe der eigenen Leute. Neben persönlichen Dingen geht es vor allem um die Frage der Zusammenarbeit mit Nichtbehinderten. Aus heutiger Sicht kaum verständlich, aber er wird als „Verräter“ gebrandmarkt und landet zwischen allen Stühlen.</p>
<p>Da bleibt er nicht, gründet eine Beratungsstelle mit, beteiligt sich an einem legendären Hungerstreik gegen Kürzungen im Behindertenfahrdienst und danach an der Durchsetzung barrierefreier öffentlicher Verkehrsmittel, wird für drei Jahre Abgeordneter der „Bremischen Bürgerschaft“ (Landtag) für die Grünen und beginnt ein Jurastudium. Politisch arbeitet er an den neuen Gleichstellungsgesetzen mit, leidet gelegentlich unter seiner Partei, die „eine Sozialpolitik zum Gotterbarmen mache“. Als Richter von Haus aus nicht parteiisch, gibt er dennoch seine Überzeugungen nicht am Gerichtseingang ab. Seine Funktion sei es, „einigermaßen gerechte Entscheidungen zu fällen“.</p>
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		<title>Heinz Frei</title>
		<link>https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/heinz-frei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rasso Bruckert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jun 2013 18:45:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lebenswege]]></category>
		<category><![CDATA[Porträtfotografie]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Heinz-Frei-hell.jpg" data-lbwps-width="591" data-lbwps-height="442" data-lbwps-srcsmall="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Heinz-Frei-hell-300x224.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-574" src="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Heinz-Frei-hell.jpg" alt="Heinz Frei hell" width="591" height="442" srcset="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Heinz-Frei-hell.jpg 591w, https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Heinz-Frei-hell-300x224.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 591px) 100vw, 591px" /></a></p>
<p>Heinz Frei<br />
Spitzensportler</p>
<p>Er ist einer der erfolgreichsten Rollstuhlsportler Europas, hat auf Strecken ab 800 Metern Länge unzählige nationale und internationale Rennen gewonnen und viele Titel gesammelt, darunter 11 paralympische Goldmedaillen. Mit Mitte 40 sind die Weichen für ein Leben nach dem Sport gestellt. Seit 1989 ist er mit Barbara verheiratet, wohnt mit ihr und den gemeinsamen Kindern Jan (14) und Tamara (11) im ländlichen Eigenheim mit Garten.</p>
<p>Heinz Frei wurde am 28.1.1958 im 1 000-Seelen-Dorf Oberbitt am Fuße des Jura im schweizerischen Kanton Bern geboren. Sein Vater war Automechaniker, die Mutter arbeitete im Familienbetrieb mit. Als mittleres von fünf Kindern machte Heinz nach der Schule eine Ausbildung zum Vermessungszeichner, liebte den Wechsel zwischen der Arbeit im Büro und Außenterminen mit den optischen Geräten. Er war gern in der Natur, betrieb Leichtathletik als Leistungssport.</p>
<p>Bei einem Berglauf 1978 gleitet er aus, „ein dummer Schritt“, rutscht ein Stück bergab, fällt dann fünf, sechs Meter tief und landet auf dem Rücken. Die gebrochene Brustwirbelsäule bedeutet Querschnittlähmung, Rollstuhlabhängigkeit. Er kommt nach Basel zu Dr. Guido Zäch. Die Rehabilitation dieser Zeit ist weit entwickelt, „körperlich geht’s schnell“, sagt Frei. Aber „der Kopf will nicht herunter auf das Niveau des Körpers“. Außerdem fühlen sich die Jungs, mit denen er auf einem Zimmer liegt, alle nicht mehr als ganze Männer. Sexualität als Thema wird in der Reha sträflich vernachlässigt.</p>
<p>Der Beruf macht als Rollstuhlfahrer nicht mehr so viel Spaß, wird zum reinen Bürojob. Von Sport ist eineinhalb Jahre lang nicht die Rede, Depressionen bremsen den jungen Schweizer, Bogenschießen und Tischtennis in der Klinik überzeugen ihn ebenso wenig wie die eingeschränkten Möglichkeiten in der Leichtathletik. Doch der Bewegungsmangel nervt ihn und dann trifft er auf die ersten „frisierten Rollstühle“. Er beteiligt sich an der Konstruktion eines Schnellfahrstuhls und hat seinen Sport gefunden. 1984 gewinnt er die ersten Goldmedaillen in Stoke Mandeville, damals ist ein guter Mann schnell in der Weltspitze.</p>
<p>Heute ist die Konkurrenz härter. Das Ende der aktiven Laufbahn scheint für den Marathon-Mann jetzt nahe. Doch Frei bleibt sich auch in seiner neuen Aufgabe treu, arbeitet seit 1999 in der vom Schweizer Übervater Zäch gegründeten Paraplegiker(Querschnittgelähmten)-Vereinigung. Dort berät er den Nachwuchs (auch 50jährige Neulinge) in Sachen Sport und Lebensbewältigung. Dabei nimmt der Sportler sich selbst nicht zum Maßstab: Auch wer die Erfüllung im Beruf oder der Ausübung einer Kunst findet, hat seine volle Anerkennung.</p>The post <a href="https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/heinz-frei/">Heinz Frei</a> first appeared on <a href="https://www.rasso-bruckert.de">Rasso Bruckert</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Harry Baus</title>
		<link>https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/harry-baus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rasso Bruckert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jun 2013 18:44:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lebenswege]]></category>
		<category><![CDATA[Porträtfotografie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Harry Baus Pädagoge Sein Ziel ist Chancengleichheit, die es seiner ... <a title="Harry Baus" class="read-more" href="https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/harry-baus/" aria-label="Mehr Informationen über Harry Baus">Mehr</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Harry_Baus-hell.jpg" data-lbwps-width="600" data-lbwps-height="452" data-lbwps-srcsmall="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Harry_Baus-hell-300x226.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-571" src="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Harry_Baus-hell.jpg" alt="Harry_Baus hell" width="600" height="452" srcset="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Harry_Baus-hell.jpg 600w, https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Harry_Baus-hell-300x226.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></p>
<p>Harry Baus<br />
Pädagoge</p>
<p>Sein Ziel ist Chancengleichheit, die es seiner Ansicht nach bisher eigentlich „in einer Welt, deren Werte von nicht behinderten Menschen geprägt sind“, nicht geben kann. Harry Baus hatte eine utopische Idee: In einer Baulücke der Uni Bochum, einer gigantischen Betonwüste, sollte eine einzigartige Beratungsstelle für behinderte Studierende entstehen &#8211; Baukosten allein 850 000 DM. Das „SZB“ (Servicezentrum für behinderte Studierende) steht – mit Computerarbeitsraum, Teeküche, IBS-Raum (Interessengemeinschaft behinderter Studierender), Konferenzzimmer und Arbeitsplätzen für eine Beratung von und für Betroffene.<br />
So etwas hätten ihm seine Eltern, der Vater Kraftfahrer, die Mutter Hausfrau, früher wohl nicht zugetraut. Harry Baus wurde am 9. Mai 1955 im hessischen Schlüchtern-Hohenzell mit Osteogenesis Imperfekta („Glasknochen“) geboren. Mit eineinhalb Jahren landet er das erste Mal im Krankenhaus. Sein Temperament lässt ihn bis heute selten lange still halten, führt ihn später zum Rollstuhlbasketball. Doch vorerst kann er noch laufen, besucht eine Dorfschule, wechselt auf eine Mittelpunktschule, doch das „Geschubse“ auf dem großen Schulhof ist nichts für ihn. Vitaminspritzen und Blockflötenunterricht, doch auch immer wieder Knochenbrüche und Gipsbett, die ihm drei Jahre Fehlzeit einbringen, gehören zu seinem Alltag. Mit 13 braucht er einen Rolli.<br />
Schließlich kommt er ins Internat für körperbehinderte Schüler in Hessisch Lichtenau („Heli“). Tagsüber werden sie mit Bussen in die städtische Realschule gefahren. Harry wohnt mit zwei Jungs aus seiner Klasse in einer Erdgeschoss-Bude, die Mädchen sind im ersten Stock. Es gefällt ihm dort, er findet zum Sport, bewundert ältere Jungs mit ihrem „Piratensender“, macht seinen Abschluss, schließlich auch das Abi.<br />
Er engagiert sich schon in Heli im Jugendzentrum und bei den Jusos. Führerschein und Auto bringen Freiheiten und neue Perspektiven. Er beginnt mit einem Sonderpädagogik-Studium in Gießen, wechselt schließlich nach Dortmund. Dort trifft er auf eine Selbsthilfegruppe, mit der er sich in der ab dem einschlägigen UNO-Jahr 1981 erwachenden Behindertenbewegung engagiert. Am Herzen liegt ihm der „freiwillige Hochschulsport“ in Bochum, bei dem erstmals Nicht-Behinderte z.B. im Rollibasketball integriert werden. Dort berät er zuerst in einem Wohnheim für behinderte und nicht-behinderte Studierende, dann auf dem Campus, schließlich im SZB.<br />
1994 heiratet er Nadja. `93 wird Merlin geboren, `95 Valentin, der offenbar nicht nur die Behinderung, sondern auch das Temperament seines Vaters geerbt hat. Fußballtalent Merlin hingegen wächst so selbstverständlich mit dem Thema Behinderung auf, dass er mit drei Jahren seinen eigenen Rollstuhl haben will. Die Familie lebt in einer Bochumer Parterrewohnung mit Garten.</p>The post <a href="https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/harry-baus/">Harry Baus</a> first appeared on <a href="https://www.rasso-bruckert.de">Rasso Bruckert</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Familie Herzog</title>
		<link>https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/familie-herzog/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rasso Bruckert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jun 2013 18:43:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lebenswege]]></category>
		<category><![CDATA[Porträtfotografie]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Familie-Herzog-hell.jpg" data-lbwps-width="600" data-lbwps-height="464" data-lbwps-srcsmall="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Familie-Herzog-hell-300x232.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-568" src="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Familie-Herzog-hell.jpg" alt="Familie Herzog hell" width="600" height="464" srcset="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Familie-Herzog-hell.jpg 600w, https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Familie-Herzog-hell-300x232.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></p>
<p>Klaus D. Herzog<br />
Mobilitätstrainer</p>
<p>Die Fähigkeiten behinderter Kinder zu fördern sieht Klaus Dieter Herzog (* 27. 6. 1959 in Tiefengrün bei Hof) als Lebensaufgabe. An seine Kindheit in Oberfranken hat er überwiegend positive Erinnerungen. Ausnahme ist ausgerechnet der Schulsport, „da gehörte ich immer zu den schlechten“, weiß er noch.</p>
<p>1980 hat er eine Lehre zum Kfz-Elektriker und die Fachoberschule gerade hinter sich, muss „zum Bund“, als er mit dem Motorrad verunglückt. Die resultierende Querschnittlähmung unterbricht seine Ausbildung nur, später studiert er und arbeitet als Diplomingenieur bei der Post. Seine Berufsunfähigkeitsrente sieht er selbst als hilfreichen Nachteilsausgleich, aber nicht als Ruhekissen. „Ich wollte meinen Weg weiter gehen“, formuliert er bewusst.</p>
<p>Er gründet einen Sportverein für Behinderte und Nichtbehinderte (SGBeNi), kommt als Übungsleiter in Kontakt mit behinderten Kindern und gewinnt eine für ihn richtungsweisende Erkenntnis: „Man muss den Eltern die Fähigkeiten der Kinder zeigen, denn meist werden bei Menschen mit Behinderungen nur die Defizite gesehen.“ Für Erkenntnisse dieser Art braucht es allerdings positive Erlebnisse, die der Schulsport in der Regel leider (noch) nicht leistet.</p>
<p>Klaus D. Herzog beginnt mit Mobilitätskursen für Spina-bifida-Kinder. Von Fachleuten wird er argwöhnisch beobachtet, die Kinder aber kommen jedes Mal sofort auf ihn zu und fragen: Wie kommt er ins Auto, wie aufs Klo? Eine der „offenen“ Übungsleiterinnen, die er 1988 kennen lernt, ist seine spätere Frau Ute, eine Sonderpädagogin. 2000 wird ihre gemeinsame Tochter Samira geboren, die mit seiner Behinderung unbefangen aufwächst: „Papa, du kannst nicht laufen, aber Rolli fahren.“</p>
<p>Gelegentlich fühlt sich der Franke wie ein Rufer in der Wüste. Dabei ist er sehr für Zusammenarbeit: „Wir integrieren die Fußgänger in den Behindertensport.“ Seine Versuche, zum Beispiel in der DMGP, der „Deutschen Gesellschaft für Paraplegie“ (=Querschnittlähmung) auch „Selbstbetroffenen“ Gehör zu verschaffen, kommen bisher über einen Ansatz nicht hinaus. Dafür ist er sich des Erfolges seiner Arbeit mit den „rollikids“ (siehe gleichnamige Internetseite) sicher: „Dieser Sport ist eine wichtige gesellschaftspolitische Arbeit.“</p>
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		<title>Bettina Mücke</title>
		<link>https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/bettina-mucke/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rasso Bruckert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jun 2013 18:42:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lebenswege]]></category>
		<category><![CDATA[Porträtfotografie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bettina Mücke-Fritsch Aktives Mitglied in der AsbH e.V. Sie hat ... <a title="Bettina Mücke" class="read-more" href="https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/bettina-mucke/" aria-label="Mehr Informationen über Bettina Mücke">Mehr</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Bettina-Mücke-hell.jpg" data-lbwps-width="600" data-lbwps-height="401" data-lbwps-srcsmall="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Bettina-Mücke-hell-300x200.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-565" src="http://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Bettina-Mücke-hell.jpg" alt="Bettina Mücke hell" width="600" height="401" srcset="https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Bettina-Mücke-hell.jpg 600w, https://www.rasso-bruckert.de/wp-content/uploads/Bettina-Mücke-hell-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></p>
<p>Bettina Mücke-Fritsch<br />
Aktives Mitglied in der AsbH e.V.</p>
<p>Sie hat es geschafft, ihrem Leben den ersehnten Inhalt zu geben. Bettina Mücke-Fritsch (* 15. 4. 62) lebt mit ihrem Mann Andreas, einem selbstständigen Rechtsanwalt, und ihrer Tochter Diontha in Bergisch Gladbach. Dort hin zu kommen war nicht leicht für sie.</p>
<p>Mit Spina bifida (offenem Rücken) geboren, verbringt sie ihre Kindheit mit drei jüngeren, nicht behinderten Geschwistern in einem Pfarrhaus, oben auf einem Berg im siegerländischen Dillenburg. Das Kopfsteinpflaster in der Umgebung ist nicht das einzige Hindernis. Die halbwüchsige Bettina kämpft um ihren Platz im Leben, um die Anerkennung der Eltern, besonders des Vaters. Jugendliche Vergnügungen fallen wegen Barrieren meist aus: Tanzschule, Jugendzentrum, Mofa, Schwimmbad. Doch die älteste Tochter lässt sich nichts anmerken, zahllose Krankenhausaufenthalte und Operationen halten sie nicht davon ab, mit 18 Abitur zu machen.</p>
<p>Doch kurz vorher kommt der Zusammenbruch. Die Psyche spielt nicht mehr mit, die Belastung, besser sein zu müssen als die nicht behinderte Umwelt, schlägt durch. Sie wird wieder zu einem Kleinkind, rettet sich in eine hilflose Rolle. Ihre Auseinandersetzung mit der Behinderung, die sie so lange verleugnet hat, beginnt in der Psychiatrie. Nach dem trotz allem bestandenen Abi und der Fahrprüfung lebt sie für ein Jahr in Schottland, arbeitet in der reformpädagogischen Camphill-Bewegung.</p>
<p>Nach ihrer Rückkehr beginnt Bettina Mücke ein Studium der Theologie in Frankfurt am Main. Gleichzeitig wird sie in der ASbH, der „Arbeitsgemeinschaft Spina bifida und Hydrocephalus (=Störung des Hirnwasserkreislaufes)“ aktiv, landet im damaligen Elternverein schnell im Vorstand. Eines ihrer ersten Seminare trägt den Titel: „Entdecke Deine Sinne“. Sie organisiert Freizeiten, Mädchengruppen und Seminare zu weiblicher Sexualität, wird zur bekannten Aktivistin. Sie hält Vorträge, wird für Fernsehfilme porträtiert.</p>
<p>Schließlich stellt sie fest: „Ich will keine Theologin werden.“ Sie engagiert sich auch in ihrem Wunschberuf als Logopädin (Sprachtherapeutin) und wird Lehrlogopädin, die genommene Elternzeit unterbricht ihre Karriere. 1994 zieht sie zu ihrem ebenfalls behinderten Mann nach Bergisch Gladbach. Die Adoption ihrer Tochter setzten die beiden gegen Widerstände durch, eine zweite soll folgen, auch wenn ihre Eltern die Sehnsucht ihrer Ältesten nach einer eigenen Familie immer noch nicht verstanden haben.</p>
<p>&nbsp;</p>The post <a href="https://www.rasso-bruckert.de/2013/06/24/bettina-mucke/">Bettina Mücke</a> first appeared on <a href="https://www.rasso-bruckert.de">Rasso Bruckert</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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